Start » Aktuelles » Zwischenbericht Q3 2026: Dass sich GPV an veränderte Marktbedingungen sehr gut anpassen kann, spiegelt sich im rekordhohen Zwischenergebnis wider

Zwischenbericht Q3 2026: Dass sich GPV an veränderte Marktbedingungen sehr gut anpassen kann, spiegelt sich im rekordhohen Zwischenergebnis wider

Auf der Grundlage eines höheren Aktivitätsniveaus erzielt die GPV im dritten Quartal 2026 ihr bisher bestes EBITDA-Ergebnis in einem Quartal. Ein höherer Umsatz führte zu einer gesteigerten Kapazitätsauslastung und einer verbesserten operativen Effizienz, was sich positiv auf die Rentabilität auswirkte. In den ersten neun Monaten des Jahres verzeichnete das Unternehmen einen hohen Auftragseingang, während Produktion und Umsatz weiterhin durch Lieferengpässe und lange Lieferzeiten bei bestimmten Rohstoffen beeinträchtigt waren. Vor dem Hintergrund der bisherigen Geschäftsentwicklung und der aktuellen Aussichten hebt die GPV ihre Ganzjahresprognosen für Umsatz und EBITDA an.

Die dänische GPV, die mehrheitlich im Besitz des Mischkonzerns Schouw & Co. steht, der an der Nasdaq Copenhagen notiert ist, erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 2.344 Mio. DKK, ein Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2025. In den ersten neun Monaten dieses Jahres belief sich der Umsatz auf 6.729 Mio. DKK, was einem Anstieg um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Das EBITDA belief sich im dritten Quartal auf 217 Mio. DKK – das höchste Quartalsergebnis in der Geschichte der GPV – gegenüber 172 Mio. DKK im dritten Quartal 2025. In den ersten neun Monaten stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf nunmehr 564 Mio. DKK.

„Alles in allem bin ich sehr stolz auf das, was das gesamte Unternehmen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres geleistet hat. Unser Aktivitätsniveau ist seit dem ersten Quartal, das normalerweise unser schwächstes Quartal ist, gestiegen, und die Kapazitätsauslastung verbessert sich laufend. Es ist erfreulich zu sehen, dass sich die strukturellen Veränderungen unserer Präsenz und Organisation nun in unseren Ergebnissen widerspiegeln, und wir sind mit der anhaltenden Verbesserung unserer Marge zufrieden“, so Bo Lybæk, CEO der GPV.

Das zum 30. September 2026 mit 2.390 Mio. DKK ausgewiesene Betriebskapital stieg im Vergleich zu den 2.361 Mio. DKK zum 30. September 2025 um einen Prozent. Ausschlaggebend für diesen Zuwachs waren stärkere Geschäftsaktivitäten und höhere Lagerbestände aufgrund von Engpässen bei bestimmten Materialien.

Made for moving markets
Die verbesserte Rentabilität spiegelt die in den Jahren 2024 und 2025 umgesetzten strukturellen Veränderungen wider. Die GPV konsolidierte ihre Produktionsstruktur von 19 auf nunmehr 14 Produktionsstätten, bei gleichzeitiger Erhöhung ihrer Gesamtkapazität und Steigerung der Produktivität. Diese Maßnahmen ermöglichen es dem Unternehmen, ein erhöhtes Aktivitätsniveau effizienter zu bewältigen. Um der steigenden Kundennachfrage gerecht zu werden, begann die GPV im dritten Quartal 2026 nun auch mit der Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten an bestehenden Standorten in Asien und Amerika.

Die Fähigkeit, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen, ist ein ausschlaggebender Bestandteil des Ansatzes der GPV. Unter dem Motto „Made for moving markets“ stellt die GPV vom 10. bis zum 13. November 2026 auf der Electronica in München aus:

„Unsere Anpassungsfähigkeit war immer schon eine unserer größten Stärken. Auf dem heutigen Markt, der sich ständig verändert, ist das wichtiger denn je. Unsere Kunden schätzen unsere Flexibilität, sei es bei Produktionssteigerungen oder der Bewältigung von Materialengpässen. ‚Made for moving markets‘ drückt aus, wie wir sowohl mit unseren Kunden als auch mit unserer wichtigen Lieferkette zusammenarbeiten, um unser Geschäft an die Gegebenheiten anzupassen, mit denen wir konfrontiert sind“, führt Bo Lybæk weiter aus.

Solider Auftragseingang untermauert die zukünftige Geschäftstätigkeit
Die GPV verzeichnete in den ersten drei Quartalen einen hohen Auftragseingang, was zu einem starken Book-to-Bill-Verhältnis von 167 führte. Diese Entwicklung untermauert die Umsatzerwartungen der GPV, auch wenn der Zeitplan für Produktion und Lieferung weiterhin von der Materialverfügbarkeit abhängen wird.

Der längere Auftragshorizont spiegelt unter anderem wider, dass die GPV ihre Kunden bittet, mit einem größeren Prognosezeitraum zu arbeiten. Das verschafft die nötige Zeit, um Materialien mit langen oder sehr langen Lieferzeiten zu beschaffen.

Die GPV festigt ihre Position als einer der weltweit größten EMS-Anbieter im Bereich der Industrieelektronik weiter und ist gleichzeitig bestrebt, Chancen in ausgewählten Wachstumssegmenten zu nutzen. So hat das Unternehmen kürzlich seinen bislang größten Auftrag im Bereich Rechenzentren erhalten. Der Liefertermin steht derzeit noch nicht fest. Schließlich konnte die GPV auch im Verteidigungssektor mehrere wichtige Aufträge gewinnen, insbesondere in Skandinavien.

„In der Industrieelektronik haben wir eine sehr starke Position, die wir festigen und weiter ausbauen möchten. Gleichzeitig sehen wir attraktive Chancen in Bereichen wie Rechenzentren, Anlagen für die Halbleiterfertigung, Verteidigung und Cleantech. Durch unsere Akquisitionen haben wir unsere Marktposition erheblich stärken können und sind nun so solide aufgestellt, dass wir größere Projekte realisieren und ein breiteres Spektrum an Kundenanforderungen erfüllen können“, sagt Bo Lybæk.

Materialverfügbarkeit weiterhin größte Herausforderung
Die umfangreichen weltweiten Investitionen in KI und Rechenzentren treiben die Nachfrage nach bestimmten elektronischen Bauteilen weiter an, was zu Lieferengpässen, langen Lieferzeiten und meistens steigenden Preisen führt. Die Sicherstellung der Materialversorgung ist nach wie vor entscheidend, um den soliden Auftragseingang in Produktion und Absatz umzusetzen.

„Wir freuen uns über den hohen Auftragseingang, benötigen aber auch Materialien, um produzieren und liefern zu können. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden über ihre Anforderungen und Auftragshorizonte verbessern wir unsere Fähigkeit, Komponenten zu sichern und vorausschauend zu planen“, sagt Bo Lybæk.

Umsatz- und EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr angehoben
Vor dem Hintergrund der in den ersten neun Monaten erzielten Ergebnisse und der aktuellen Marktaussichten hebt die GPV ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 von zuvor 8,6–9,1 Mrd. DKK auf nunmehr 8,8–9,2 Mrd. DKK an. Die EBITDA-Prognosen werden von zuvor 710–750 Mio. DKK auf 740–770 Mio. DKK angehoben.

„Wir bewegen uns mit einer verbesserten Ertragslage, einem soliden Auftragseingang und einer effizienteren Organisation in die richtige Richtung. Die Materialverfügbarkeit ist nach wie vor der größte Unsicherheitsfaktor, aber wir verfügen über starke Kundenbeziehungen und attraktive Möglichkeiten, unser Geschäft auszubauen. Unser Fokus liegt nach wie vor darauf, unsere Kunden zu beliefern und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, führt Bo Lybæk abschließend aus.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Bo Lybæk, CEO, GPV, Telefon +45 2128 8797