Zwischenbericht Q1 2026: GPV verbessert Rentabilität in einem schwierigen Marktumfeld und strategische Maßnahmen zeigen Wirkung
Trotz anhaltender Marktunsicherheit und Herausforderungen in der Lieferkette konnte die dänische GPV, das zweitgrößte in Europa ansässige EMS-Unternehmen, ihre Rentabilität im ersten Quartal 2026 verbessern. Obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringfügig zurückgegangen ist, konnte die GPV ihre Gewinne dank der 2025 eingeleiteten strukturellen Maßnahmen steigern. GPV hält an ihren Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 fest.
Die sich im Besitz des an der Nasdaq Kopenhagen notierten dänischen Mischkonzerns Schouw & Co. befindliche GPV erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz in Höhe von 2.140 Mio. DKK gegenüber 2.207 Mio. DKK im entsprechenden Vorjahresquartal, was einem Rückgang um drei Prozent entspricht. Das EBITDA verbesserte sich um zwölf Prozent auf 160 Mio. DKK gegenüber 143 Mio. DKK im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
„Es zeichnen sich erste Anzeichen dafür ab, dass sich der Markt in die richtige Richtung bewegt, und in einigen Regionen beobachten wir positive Entwicklungen. Gleichzeitig wirken sich die strukturellen Maßnahmen, die wir im Jahr 2025 umgesetzt haben, allmählich positiv auf das Ergebnis aus. Wir haben unsere Rentabilität verbessert und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt“, erläutert Bo Lybæk, CEO der GPV, und fügt hinzu:
„Dennoch stehen wir vor zunehmenden Herausforderungen in Form von Engpässen bei bestimmten Materialien wie beispielsweise Speicherchips und nun auch steigenden Energiepreisen und höheren Logistikkosten infolge der Lage im Nahen Osten.“
Das Betriebskapital belief sich zum 31. März 2026 auf 2.171 Mio. DKK, was im Vergleich zu den 2.502 Mio. DKK zum 31. März 2025 einem Rückgang um 13 Prozent entspricht. Die Kapitalrendite (ROIC) ohne Goodwill hat sich von 9,2 Prozent zum Jahresende 2025 auf 10,0 Prozent verbessert.
Solider Auftragseingang und zunehmende Geschäftsdynamik
Die Nachfrage blieb im ersten Quartal 2026 insgesamt stabil, gestützt durch einen soliden Auftragseingang und eine gute Book-to-Bill-Ratio. GPV verfügt nach wie vor über eine solide Vertriebspipeline mit mehreren attraktiven, an den strategischen Prioritäten ausgerichteten Projekten.
Mit seinem strukturierten Ansatz für das Pipeline-Management stellt das Unternehmen weiterhin sowohl den Ausbau der Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden als auch die Gewinnung neuer Kunden und Produktprogramme gezielt in den Mittelpunkt. Mehrere der im Jahr 2025 und Anfang 2026 vertraglich gesicherten Projekte werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 umgesetzt und hochgefahren.
Darüber hinaus sieht GPV weiterhin attraktive langfristige Chancen in Mexiko, wo die kommerziellen Aktivitäten voranschreiten und die Kapazitäten für künftiges Wachstum vorbereitet werden. Der Grossteil der dortigen Produktion entspricht bereits den USMCA-Zollvorschriften -, während die neue US-Partnerschaft die Anforderungen an den lokalen Anteil unterstützen.
Vorteile durch Optimierung der Standortstruktur
Im Jahr 2025 setzte GPV eine Reihe von Initiativen innerhalb ihres globalen Produktionsnetzwerkes um, darunter auch Standortkonsolidierungen. Diese Initiativen zeigen nun positive Wirkung in Form einer niedrigeren Kostenbasis, einer gesteigerten Effizienz und einer besseren Auslastung der Produktionskapazitäten.
GPV investiert weiterhin in operative Verbesserungen, darunter die Einführung einer konzernweiten ERP-Plattform, um Transparenz, Skalierbarkeit und Effizienz im gesamten Unternehmen zu steigern. Der erste Pilot ging im 1. Quartal 2026 erfolgreich live.
„Wir haben im Jahr 2025 eine Reihe wichtiger Entscheidungen getroffen, um unsere Standortstruktur und Kostenstruktur an die Marktgegebenheiten anzupassen. Diese Entscheidungen unterstützen nun unsere operative Performance, und wir sehen weiterhin zusätzliche Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Kapazitätsauslastung und Ertragslage“, so Bo Lybæk.
Obwohl sich das gesamtwirtschaftliche Marktbild allmählich in Richtung Normalisierung bewegt, bleiben die Bedingungen weiterhin volatil. Mehrere Kundensegmente stehen nach wie vor unter Preisdruck, und die Unsicherheit hinsichtlich der geopolitischen Entwicklungen und der Energiepreise ist nach wie vor hoch.
Gleichzeitig haben sich zunehmende Herausforderungen bei der Versorgung mit Speicherchips und bestimmten anderen Elektronikmaterialien ergeben. Die starke Nachfrage, angetrieben durch Investitionen in KI und Rechenzentren, hat die Verfügbarkeit von Materialien verknappt, was zu längeren Lieferzeiten und steigenden Preisen führt.
GPV bewältigt diese Situation durch einen engen Dialog mit Kunden und Lieferanten, die Einrichtung spezieller Task Forces sowie eine verbesserte Planungstransparenz. Kunden werden gebeten, ihren Forecast-Horizont auszuweiten, um eine kontinuierliche Versorgung und stabile Abwicklung sicherzustellen.
„Wir haben aus den Lieferkettenkrisen der Jahre 2021-2023 viel gelernt. Auf Basis dieser Erfahrungen sind wir heute besser vorbereitet, arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen und reagieren schnell. In einem volatilen Lieferumfeld ist dies entscheidend, um unsere Kunden zuverlässig zu beliefern“, sagt Bo Lybæk.
Ausblick auf 2026 unverändert
Trotz der weiterhin eingeschränkten Visibilität geht GPV für 2026 nach wie vor von einer stabilen Nachfrage aus, während die Marktbedingungen voraussichtlich volatil bleiben.
Für 2026 hält GPV an ihrer Prognose fest und erwartet einen Umsatz in der Größenordnung von 8,5–9,0 Mrd. DKK sowie ein EBITDA im Intervall 690–750 Mio. DKK. Die erwartete Gewinnsteigerung wird gestützt durch die in den vergangenen Jahren umgesetzten strukturellen Maßnahmen sowie den anhaltenden Fokus auf Kostenkontrolle und operative Effizienz.
„Wir würden uns eine höhere Stabilität im Markt wünschen, aber wir agieren in der Welt, wie sie ist, aus einer stärkeren Position heraus als zuvor. Wir verfügen über einen soliden Auftragsbestand, eine attraktive Pipeline und ein stärkeres Geschäft als noch vor einem Jahr. Sofern die äußeren Rahmenbedingungen weitgehend stabil bleiben, erwarten wir, ein solides Ergebnis für das Gesamtjahr zur erzielen“, führt Bo Lybæk abschließend aus.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Bo Lybæk, CEO, GPV, Telefon +45 2128 8797