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Zwischenbericht Q2 2026: Operative Verbesserungen, unterstützt durch einen stärkeren Auftragseingang, steigern das Ergebnis von GPV

GPV verbessert ihre Rentabilität nach dem zweiten Quartal 2026. Trotz weitgehend unveränderter Umsätze gelingt es GPV, unterstützt durch die in den vergangenen zwei Jahren umgesetzten strukturellen und operativen Verbesserungen, ihre Erträge zu steigern. Gleichzeitig führt ein höherer Auftragseingang zu einem starken Book-to-Bill-Verhältnis, während Produktion und Umsatz weiterhin durch Lieferengpässe und lange Lieferzeiten bei bestimmten Materialien beeinträchtigt sind. Vor dem Hintergrund der jüngst erzielten Ergebnisse und der aktuellen Geschäftsaussichten hebt GPV ihre Umsatzprognose für 2026 an und präzisiert ihre EBITDA-Prognose.

GPV, die mehrheitlich im Besitz des an der Nasdaq Copenhagen notierten dänischen Mischkonzerns Schouw & Co. steht, erzielt im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 2.245 Mio. DKK, was einem Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2026 entspricht. Damit verzeichnet das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 4.385 Mio. DKK, was einem Rückgang um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Das EBITDA steigt von 155 Mio. DKK im zweiten Quartal 2025 um 20 Prozent auf 187 Mio. DKK. In der ersten Jahreshälfte 2026 verbessert sich das EBITDA um 16 Prozent auf 347 Mio. DKK gegenüber 298 Mio. DKK im entsprechenden Vorjahreszeitraum und setzt damit die seit Anfang 2025 zu beobachtende quartalsweise Verbesserung der EBITDA-Marge von GPV fort.

„Insgesamt sind wir nach dem zweiten Quartal mit unserer Leistung zufrieden. Es ist erfreulich zu sehen, dass sich die strukturellen Veränderungen der vergangenen zwei Jahre nun in unserem Ergebnis niederschlagen. Die begrenzte Verfügbarkeit bestimmter Materialien aufgrund der hohen Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und Rechenzentren beeinträchtigt unseren Umsatz aktuell. Wir haben eine konzernweite Taskforcefür die Lieferkette eingerichtet, die unsere Produktionsstätten bei der Sicherung von Materialien tatkräftig unterstützt“, erläutert Bo Lybæk, CEO von GPV.

Das Betriebskapital beläuft sich zum 30. Juni 2026 auf 2.246 Mio. DKK, was im Vergleich zu den 2.422 Mio. DKK zum 30. Juni 2025 einem Rückgang von sieben Prozent entspricht. Darüber hinaus verzeichnet GPV im ersten Halbjahr einen guten Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Höchstes Book-to-Bill-Verhältnis seit 2021
Der im ersten Halbjahr 2026 erzielte hohe Auftragseingang spiegelt sich nun in einem starken Book-to-Bill-Verhältnis von 154 wider. Während ein Teil der Aufträge zur Produktion im weiteren Jahresverlauf 2026 vorgesehen ist, reicht der überwiegende Teil der Auftragseingänge bis in das Jahr 2027 hinein. Der längere Auftragshorizont ist teilweise darauf zurückzuführen, dass GPV ihre Kunden gebeten hat, ihre Prognosen aufgrund von Engpässen bei Speicherchips, Leiterplatten und anderen Komponenten zu verlängern. .

„Ein Book-to-Bill-Verhältnis auf diesem Niveau haben wir seit 2021 nicht mehr erlebt,was unseren Erwartungen entspricht. Ein Teil des Auftragseingangs spiegelt den derzeit erforderlichen längeren Auftragshorizont wider, ein Teil der Aufträge betrifft jedoch auch die diesjährige Produktion. Je mehr Materialien wir rechtzeitig beschaffen können, desto mehr können wir produzieren und an unsere Kunden liefern“, so Bo Lybæk

GPV verzeichnet auch in den Segmenten Rechenzentren, Halbleiter und Verteidigung eine verstärkte Aktivität. Das Unternehmen geht davon aus, die  AS9100-Zertifizierung seiner Elektronikstandorte in Dänemark und Finnland im vierten Quartal 2026 abschließen zu können. Die Zertifizierung wird die Fähigkeit von GPV, Kunden mit hohen Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation zu unterstützen, weiter stärken.

Operative Verbesserungen untermauern das Ergebnis
Die verbesserte Rentabilität spiegelt etliche strukturelle Maßnahmen wider, die 2024 und 2025 umgesetzt wurden, darunter die Konsolidierung einer Reihe kleinerer Produktionsstandorte, die Anpassung zentraler Konzernfunktionen und die verstärkte Übertragung von operativer Verantwortung an die Produktionsstätten. Diese Maßnahmen haben Kostenbasis gesenkt und zu einer höheren Effizienz beigetragen.

Darüber hinaus hat GPV erhebliche Produktivitätssteigerungen bei der SMT-Fertigung (Surface-Mount-Technology) erreicht. In ihrem gesamten Fertigungsnetzwerk bestückt GPV jährlich 5,0 Milliarden elektronische Bauteile, was rund 150 Bauteilen pro Sekunde rund um die Uhr entspricht.

Der nächste Schwerpunkt liegt auf der Produktivität der THT-Bestückung (Through-Hole-Technology); hier arbeitet GPV an einer weiteren Automatisierung und Prozessoptimierungen.

Materialverfügbarkeit bleibt größte Herausforderung
Die begrenzte Verfügbarkeit bestimmter Materialien ist für GPV derzeit das größte Hindernis für ein weiteres Umsatzwachstum. Umfangreiche globale Investitionen in KI und Rechenzentren treiben die Nachfrage nach Speicherchips und zugehörigen elektronischen Bauteilen an, was zu Lieferengpässen, längeren Lieferzeiten und steigenden Preisen führt.

GPV hat eine konzernweite Taskforcefür die Lieferkette eingerichtet, um die lokalen Einkaufsteams bei der Sicherung schwer zu beschaffender Komponenten und der Suche nach Alternativen zu unterstützen. Darüber hinaus pflegt GPV einen engen Dialog mit Lieferanten und Kunden und informiert monatlich über die wichtigsten Entwicklungen in der Lieferkette, was GPV angesichts der aktuellen Herausforderungen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft.

GPV hebt Umsatzprognose für das Gesamtjahr an
GPV geht davon aus, dass sich die allmähliche Normalisierung des Markts weiter fortsetzen wird, auch wenn nach wie vor mit einer moderaten Nachfrage zu rechnen ist und die Marktbedingungen im weiteren Jahresverlauf 2026 wahrscheinlich volatil bleiben werden. Der starke Auftragseingang deutet auf eine anhaltend gute Geschäftsaktivität hin, doch der Zeitplan für Produktion und Lieferungen wird auch künftig von der Materialverfügbarkeit abhängen.

Die höheren Materialpreise dürften in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu einem leichten Umsatzanstieg führen, ohne sich entsprechend positiv auf das EBITDA auszuwirken. Vor dem Hintergrund der im ersten Halbjahr erzielten Ergebnisse und der aktuellen Aussichten erhöht GPV ihre Umsatzprognose für 2026 auf 8,6–9,1 Mrd. DKK (zuvor 8,5–9,0 Mrd. DKK) und grenzt die EBITDA-Prognose auf 710–750 Mio. DKK (zuvor 690–750 Mio. DKK).

„Wir gehen mit einem starken Auftragsbestand, verbesserten Erträgen und einer effizienteren Organisation in die zweite Jahreshälfte. Aus früheren Phasen mit Komponentenengpässen haben wir viel gelernt. Wir verfügen heute über noch stärkere Prozesse und pflegen einen engeren Dialog mit Kunden und Lieferanten. Größter Unsicherheitsfaktor ist nach wie vor die Verfügbarkeit von Materialien, aber ausgehend von den aktuellen Aussichten erwarten wir ein gutes Gesamtjahresergebnis“, fasst Bo Lybæk zusammen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Bo Lybæk, CEO, GPV, Telefon +45 2128 8797